microfinance

Mikrokredite sind kleine Kredite, die Banken in Entwicklungsländern armen Menschen geben, damit sie sich neue, kleine Einkommensquellen erschließen können. Beispielhaft seien genannt: Erwerb von Werkzeugen für Handwerker oder Nähmaschinen für Schneiderinnen.

Dieses Modell galt viele Jahre als das erfolgreichste und nachhaltigste Instrument der Entwicklungszusammenarbeit. Es hilft armen Menschen, ihre eigenen Potentiale zu nutzen und sich eine eigene Einkommen zu erwirtschaften.

Dabei wird in der ursprünglichen Idee eine Kreditnehmer(innen)-gruppe gebildet, in der der Erfolg des einen abhängig ist vom Erfolg aller anderen Gruppenmitglieder. So entsteht gegenseitige Hilfsbereitschaft, aber auch ein gewisser sozialer Druck, der den Erfolg der einzelnen Kreditnehmer wesentlich erhöht.

Viele Gelder wurden in dieses hoffnungsvolle Instrument investiert. Sogar der freie Kapitalmarkt war von dem Instrument derartig überzeugt, dass er den Mikrokredit-Markt mit Geldern überschwemmte, die an den Mann bzw. die Frau gebracht werden mussten. So wurde die ursprünglich sorgsame Kreditvergabe für den Aufbau einer selbständigen Existenz verwässert. Es kam aufgrund des Mittelabflußdrucks zu Missbrauch und Vergabe von Konsumkrediten, die nicht zurückgezahlt werden konnten, da sie nicht in eine neue Einkommensquelle investiert wurden. Der Mikrokredit wurde Opfer seines eigenen Erfolges.

Dieses Projekt will wieder zurück zum Ursprung und die Kreditvergabe nutzen, um dem Kunden dabei zu helfen, eine eigene Existenz aufzubauen. Der Kunde soll eigenständiger Unternehmer werden!